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Auslastungsgrad berechnen mit ADR und RevPAR

Mit dem Rechner ermitteln Sie aus vermieteten Nächten, verfügbaren Nächten und Übernachtungsumsatz den Auslastungsgrad, den Durchschnittspreis je vermieteter Nacht (ADR) und den Umsatz je verfügbarer Nacht (RevPAR), jeweils mit der zugehörigen Formel.

Zeitraum

Bei mehreren Objekten werden die verfügbaren Nächte hochgerechnet.

Zeitraum mal Unterkünfte, minus gesperrte Nächte für Eigennutzung oder Renovierung. Sie können den Wert überschreiben.

Nur bezahlte Übernachtungen, keine gesperrten Tage.

Nur der Übernachtungspreis, ohne Endreinigung, Kurtaxe und Servicegebühr. Netto oder brutto, aber für alle drei Kennzahlen gleich.

Die drei Kennzahlen beschreiben nur den Zeitraum, den Sie eingeben. Saison, Mindestaufenthalt und Ihre Kosten bilden sie nicht ab.

Auslastungsgrad

66,7 %

Vermietete Nächte ÷ verfügbare Nächte20 ÷ 30
Leer gebliebene Nächte10
ADR: Durchschnittspreis je vermieteter Nacht120,00 €
Umsatz ÷ vermietete Nächte2.400,00 € ÷ 20
RevPAR: Umsatz je verfügbarer Nacht80,00 €
Umsatz ÷ verfügbare Nächte2.400,00 € ÷ 30
Probe: ADR × Auslastungsgrad120,00 € × 66,7 %

Die Formeln

So werden Auslastungsgrad, ADR und RevPAR berechnet

1

Auslastungsgrad

Vermietete Nächte geteilt durch verfügbare Nächte, mal 100. Sind 20 von 30 Nächten vermietet, ergibt das 66,7 %.

2

ADR

Average Daily Rate: Übernachtungsumsatz geteilt durch vermietete Nächte. Bei 2.400 € Umsatz aus 20 Nächten sind das 120 € je vermieteter Nacht.

3

RevPAR

Revenue per Available Room: Umsatz geteilt durch verfügbare Nächte, oder ADR mal Auslastungsgrad. Bei 2.400 € Umsatz und 30 verfügbaren Nächten sind das 80 €.

Was Auslastungsgrad, ADR und RevPAR aussagen und was nicht

Der Auslastungsgrad zeigt, welcher Anteil der angebotenen Nächte tatsächlich gebucht war. Über den Preis sagt er allerdings nichts aus. Bei 90 % Auslastung und 50 € je Nacht nehmen Sie weniger ein als bei 60 % und 110 €. Deshalb gehört neben die Auslastung immer der ADR, also der Durchschnittspreis je vermieteter Nacht.

Der RevPAR führt beide Größen zusammen. Er verteilt den Umsatz auf alle verfügbaren Nächte, also auch auf die leeren, und eignet sich damit für den Vergleich zweier Monate, Objekte oder Jahre. Steigt etwa der ADR, während die Auslastung sinkt, zeigt der RevPAR, ob sich der höhere Preis gelohnt hat.

Ihre Kosten bilden die drei Kennzahlen hingegen nicht ab. Endreinigung, Kurtaxe und die Servicegebühr der Plattform sind im Übernachtungsumsatz nicht enthalten, Ihre Fixkosten ebenso wenig. Ein RevPAR von 80 € bedeutet bei einer Wohnung mit 900 € Nebenkosten im Monat etwas anderes als bei einer mit 300 €. Betrachten Sie ihn deshalb immer zusammen mit Ihren Kosten.

Vergleichswerte liefert der Rechner nicht. Die Auslastung einer Ferienwohnung hängt nämlich von Ort, Saison und Mindestaufenthalt ab, sodass ein Durchschnitt über ganz Deutschland für Ihre Wohnung keine Aussagekraft hätte. Verlässlicher ist Ihre eigene Zeitreihe, etwa derselbe Monat im Vorjahr, nach denselben Definitionen berechnet.

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FAQ

Häufige Fragen zu Auslastung, ADR und RevPAR

Wie berechne ich den Auslastungsgrad einer Ferienwohnung?

Teilen Sie die vermieteten Nächte durch die verfügbaren Nächte und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100. Als verfügbar zählen dabei nur Nächte, in denen die Wohnung buchbar war. Gesperrte Nächte für Eigennutzung oder Renovierung nehmen Sie heraus, sonst fällt die Auslastung zu niedrig aus.

Was ist ein guter Auslastungsgrad?

Das hängt von Preis und Ort ab, deshalb nennt der Rechner bewusst keinen Richtwert. So kann eine Wohnung mit hohem Preis und 55 % Auslastung mehr einbringen als eine mit 85 %. Aussagekräftiger ist der Vergleich Ihres RevPAR mit dem eigenen Vorjahr und mit Ihren Kosten.

Was bedeutet ADR?

ADR steht für Average Daily Rate, also den durchschnittlichen Preis je vermieteter Nacht. Er ergibt sich aus dem Übernachtungsumsatz geteilt durch die vermieteten Nächte. Rabatte, Wochen- und Saisonpreise fließen automatisch ein, weil sie bereits im Umsatz enthalten sind.

Was bedeutet RevPAR, und warum reicht die Auslastung allein nicht?

RevPAR steht für Revenue per Available Room, also den Umsatz je verfügbarer Nacht oder ADR mal Auslastungsgrad. Wer nur auf die Auslastung schaut, belohnt niedrige Preise, wer nur auf den ADR schaut, belohnt leere Kalender. Der RevPAR zeigt dagegen, was beide zusammen einbringen, und ist deshalb die Kennzahl für Vergleiche.

Zählen Endreinigung und Kurtaxe zum Umsatz?

Für diese Kennzahlen nicht. Die Endreinigung ist eine eigene Leistung, und die Kurtaxe leiten Sie an die Gemeinde weiter. Berücksichtigen Sie daher nur den Übernachtungspreis, damit ADR und RevPAR von Monat zu Monat vergleichbar bleiben.

Rechne ich netto oder brutto?

Beides ist möglich, solange Sie einheitlich vorgehen. Regelbesteuerte Vermieter rechnen meist netto, also ohne die 7 % Umsatzsteuer auf die Übernachtung, Kleinunternehmer hingegen mit dem Preis, den der Gast zahlt. Entscheidend ist, dass Vorjahr und Vergleichsobjekt auf derselben Basis berechnet sind.

Definitionen und Hinweis

  • Auslastungsgrad = vermietete Nächte ÷ verfügbare Nächte. ADR (Average Daily Rate) = Übernachtungsumsatz ÷ vermietete Nächte. RevPAR (Revenue per Available Room) = Übernachtungsumsatz ÷ verfügbare Nächte = ADR × Auslastungsgrad.
  • Der Rechner zeigt keine Vergleichswerte. Am 22. September 2026 lag uns keine Quelle vor, die die Auslastung deutscher Ferienwohnungen je Ort und Saison veröffentlicht; ein Bundesdurchschnitt wäre für eine einzelne Wohnung ohne Aussagekraft.

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