Stand: 23. September 2026

Was ist die Kurtaxe? Kurabgabe, Kurbeitrag und Gästebeitrag erklärt

Die Kurtaxe ist eine Abgabe, die Übernachtungsgäste in anerkannten Kur- und Erholungsorten zahlen, meist pro Person und Tag. Wie hoch sie ausfällt, legt die Gemeinde in einer Satzung fest. Ausgeben darf sie das Geld allerdings nur für ihre touristischen Einrichtungen und Veranstaltungen. Ob Kurtaxe, Kurabgabe, Kurbeitrag oder Gästebeitrag: Gemeint ist dieselbe Abgabe, die je nach Bundesland anders heißt. Vermieter von Ferienwohnungen melden ihre Gäste, ziehen die Abgabe ein und führen sie an die Gemeinde ab.

Quellen zuletzt geprüft am 23. September 2026.

  • Wer zahltder Gast, nicht der Vermieter[1][3]
  • Wer die Höhe festlegtdie Gemeinde, per Satzung[5]
  • Rechtsgrundlagedas Kommunalabgabengesetz des Landes[7]
  • WofürKureinrichtungen, Veranstaltungen, Nahverkehr[1]

Was die Kurtaxe ist und wofür sie verwendet wird

Die Kurtaxe ist keine Steuer, sondern ein Beitrag. Der Gast zahlt dafür, dass er Strandpromenade, Kurpark, Lesesaal oder Veranstaltungen nutzen kann, und zwar unabhängig davon, ob er es tatsächlich tut. In Schleswig-Holstein steht das sogar wörtlich im Gesetz: Die Kurabgabe wird „als Gegenleistung“ für die Möglichkeit erhoben, die Einrichtungen zu nutzen.[3]

Die Einnahmen sind zweckgebunden. Niedersachsen etwa nennt drei Zwecke: die Einrichtungen, die dem Tourismus dienen, die Veranstaltungen und die kostenlose Fahrt der Gäste im öffentlichen Nahverkehr. Bayern und Baden-Württemberg formulieren es ganz ähnlich. Deshalb gibt es zur Kurtaxe fast immer eine Gästekarte, mit der Urlauber Bus fahren oder ermäßigt ins Schwimmbad kommen.[1][5][7]

In der Regel erheben sie Gemeinden, die das Land als Kurort, Erholungsort oder Küstenbadeort anerkannt hat. In Bayern sind es dreizehn Kategorien vom Heilbad bis zum Erholungsort. Drei Länder gehen darüber hinaus. Baden-Württemberg lässt „sonstige Fremdenverkehrsgemeinden“ zu, Niedersachsen „sonstige Tourismusgemeinden“ mit einem eigenen Erhebungsgebiet. Mecklenburg-Vorpommern erlaubt die Kurabgabe auch in Orten und Regionen, die als Tourismusort oder Tourismusregion anerkannt sind.[1][5][7][4]

Kurtaxe, Kurabgabe, Kurbeitrag oder Gästebeitrag: vier Namen für eine Abgabe

Umgangssprachlich sagen fast alle Kurtaxe. Von den fünf Ländern in der Tabelle verwendet allerdings nur Baden-Württemberg das Wort auch im Gesetz. In der Satzung Ihrer Gemeinde und auf der Rechnung an Ihre Gäste steht deshalb der Begriff des Landesgesetzes.

Bezeichnung und Rechtsgrundlage in fünf Bundesländern[1][3][4][5][7]
BundeslandBezeichnung im GesetzVorschrift
NiedersachsenGästebeitrag§ 10 NKAG
Schleswig-HolsteinKurabgabe§ 10 KAG SH
Mecklenburg-VorpommernKurabgabe§ 11 KAG M-V
BayernKurbeitragArt. 7 BayKAG
Baden-WürttembergKurtaxe§ 43 KAG BW

Wer Kurtaxe zahlt und wer befreit ist

Zahlen muss, wer sich im Ort aufhält, ohne dort zu wohnen. Niedersachsen und Schleswig-Holstein knüpfen dabei an die Unterkunft an. Abgabepflichtig ist dort, wer im Erhebungsgebiet Unterkunft nimmt, und Tagesgäste kann die Satzung zusätzlich heranziehen. Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg stellen hingegen auf den Aufenthalt ab, sodass auch Tagesgäste erfasst werden können. In Bayern zahlt allerdings nur, wer sich zu Kur- oder Erholungszwecken im Ort aufhält.[1][3][5][4][7]

Wer im Ort arbeitet, zahlt in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg schon nach dem Gesetz nichts. Schleswig-Holstein kennt keine solche Regel, dort kann nur die Satzung befreien. Alles Weitere regelt die Satzung der Gemeinde: ab welchem Alter Kinder zahlen, ob Schwerbehinderte befreit sind und ob es eine Nebensaison gibt. Gerade diese Regeln unterscheiden sich von Ort zu Ort stärker als die Sätze selbst. So gelten auf Norderney andere Altersgrenzen als in Grömitz, wo Gäste unter 18 Jahren befreit sind.[1][4][7][3]

Auch Eigentümer von Zweitwohnungen gelten als ortsfremd. Bayern sieht für sie schon im Gesetz eine pauschale Abgeltung vor, die sich an der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer orientiert. In den Küstenländern steht eine Jahrespauschale erst in der Satzung. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern heißt sie meist Jahreskurabgabe, in Niedersachsen etwa Jahresgästebeitrag oder Jahresgästekarte.[5][4][3]

Was Vermieter von Ferienwohnungen tun müssen

Alle fünf Gesetze erlauben der Gemeinde, den Vermieter in die Pflicht zu nehmen. Konkret kann, wer Personen beherbergt oder ihnen Wohnraum überlässt, per Satzung verpflichtet werden, die Gäste zu melden, die Abgabe einzuziehen und an die Gemeinde abzuführen. In der Praxis steht das in jeder Satzung.[1][3][4][5][7]

  • Melden: meist am Tag der Anreise oder am Tag danach, über den Meldeschein oder ein Onlineportal der Kurverwaltung. In Bayern und Baden-Württemberg darf die Gemeinde die elektronische Übermittlung vorschreiben.[5][7]
  • Einziehen und abführen: Sie kassieren die Abgabe beim Gast und überweisen sie zu dem Termin, den die Satzung nennt.[1]
  • Haften: In Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg stehen Sie nach dem Gesetz dafür ein, dass die Abgabe rechtzeitig und vollständig abgeführt wird. In Bayern gilt das nur, wenn die Satzung es vorsieht, und zwar als Gesamtschuldner neben dem Gast.[1][3][4][7][5]

Das gilt auch, wenn Sie über Airbnb oder Booking.com vermieten, denn die Gesetze knüpfen an die Beherbergung an und nicht an den Buchungsweg. Niedersachsen und Schleswig-Holstein erlauben sogar, die Pflichten einer beauftragten Agentur aufzuerlegen, die die Wohnung gewerbsmäßig vermittelt. Den Satz, die Gästekarte und den Hinweis auf den Meldeschein nehmen Sie am besten in Ihre Gästemappe auf.[1][3]

Kurtaxe und Umsatzsteuer

Beträge, die ein Unternehmer im Namen und für Rechnung eines anderen einnimmt und weiterleitet, sind durchlaufende Posten und gehören nicht zum Entgelt. So steht es in § 10 Abs. 1 UStG. Auf die Kurtaxe trifft das in der Regel zu, denn Abgabeschuldner ist der Gast, Empfänger die Gemeinde, und der Vermieter reicht das Geld lediglich durch. Die Kurtaxe gehört dann weder zu Ihrem Umsatz noch zur Bemessungsgrundlage der 7 % Umsatzsteuer auf die Übernachtung.[8]

Der Umsatzsteuer-Anwendungserlass nennt die vom Vermieter eingezogene Kurtaxe nicht ausdrücklich. Er stellt aber klar, dass Abgaben, die der Unternehmer selbst schuldet, bei ihm keine durchlaufenden Posten sind, auch wenn er sie gesondert berechnet. Genau das trifft auf die Bettensteuer zu. Macht die Satzung Sie zum Gesamtschuldner, müssen Sie daher nachweisen können, dass Sie nur als Mittelsperson auftreten. Klären Sie diesen Punkt mit Ihrem Steuerberater.[9]

Auf der Rechnung an den Gast steht die Kurtaxe deshalb ohne Umsatzsteuer unter dem Rechnungsbetrag. So führt sie auch der Rechnungsgenerator für Ferienwohnungen auf. Welche Steuern auf die Vermietung selbst anfallen, erklärt der Leitfaden Ferienwohnung vermieten und Steuern.

Kurtaxe oder Bettensteuer: der Unterschied

Die Bettensteuer, auch Übernachtungsteuer oder City Tax, ist eine örtliche Aufwandsteuer. Das Bundesverfassungsgericht hat sie 2022 für verfassungsgemäß erklärt. Steuerschuldner ist der Beherbergungsbetrieb und nicht der Gast. Zudem fließen die Einnahmen in den allgemeinen Haushalt der Stadt. Die Kurtaxe hingegen schuldet der Gast, und die Gemeinde darf sie nur für den Tourismus ausgeben.[10]

Manche Länder schließen beides zugleich aus. So darf eine Gemeinde in Niedersachsen keine Übernachtungsteuer erheben, wenn sie einen Gästebeitrag oder einen Tourismusbeitrag erhebt, es sei denn, die Kommunalaufsicht lässt in einem begründeten Fall eine Ausnahme zu. Bayern verbietet die Übernachtungsteuer sogar ganz.[2][6]

Nach Bundesland

Kurtaxe in den Bundesländern

Ob eine Gemeinde Kurtaxe erheben darf, regelt das Kommunalabgabengesetz ihres Landes. Dort steht auch, was Vermieter melden und abführen.

Inseln und Regionen

Wo mehrere Gemeinden eigene Sätze haben

Ranking 2026

Wo die Kurtaxe am höchsten ist

Zum ganzen Ranking
Höchster und niedrigster Satz für Erwachsene, 2026
RangKurortBundeslandAbgabeHöchster SatzNiedrigster SatzSatzung vom
1SpiekeroogNiedersachsenGästebeitrag5,50 € pro Tag2,20 € pro Tag20. März 2025
2LangeoogNiedersachsenGästebeitrag4,95 € pro Tag1,40 € pro Tag27. November 2024
3NorderneyNiedersachsenGästebeitrag4,90 € pro Tag3,10 € pro Tag2. Dezember 2025
4WangeroogeNiedersachsenGästebeitrag4,90 € pro Nacht2,10 € pro Nacht4. November 2024
5BorkumNiedersachsenGästebeitrag4,80 € pro Nacht4,80 € pro Nacht21. November 2024

Ort für Ort

Kurtaxe in 57 Kurorten

Tarif je Saison, Befreiungen, Gästekarte und Pflichten der Vermieter laut Satzung der Gemeinde.

Höchster und niedrigster Satz für Erwachsene, 2026
KurortBundeslandAbgabeHöchster SatzNiedrigster SatzSatzung vom
AmrumSchleswig-HolsteinKurabgabe3,50 € pro Tag1,80 € pro Tag22. November 2024
BaabeMecklenburg-VorpommernKurabgabe3,37 € pro Tag2,54 € pro Tag1. Januar 2025
Bad FüssingBayernKurbeitrag3,40 € pro Tag1,30 € pro Tag15. Dezember 2025
Bad HarzburgNiedersachsenGästebeitrag3,00 € pro Nacht3,00 € pro Nacht11. November 2025
Bad KissingenBayernKurtaxe4,00 € pro Tag4,00 € pro Tag24. Juli 2024
Bad ReichenhallBayernKurtaxe3,60 € pro Tag3,60 € pro Tag24. Juli 2024
Bad ZwischenahnNiedersachsenGästebeitrag3,00 € pro Tag3,00 € pro Tag10. Dezember 2024
Baden-BadenBaden-WürttembergKurtaxe4,50 € pro Nacht2,00 € pro Nacht29. September 2025
BaltrumNiedersachsenKurbeitrag3,50 € pro Nacht1,75 € pro Nacht24. Mai 2016
BensersielNiedersachsenGästebeitrag3,20 € pro Nacht1,00 € pro Nacht2. Dezember 2024
BerchtesgadenBayernKurbeitrag3,10 € pro Tag3,10 € pro Tag23. März 2026
BinzMecklenburg-VorpommernKurabgabe3,40 € pro Tag3,40 € pro Tag5. Februar 2026
BoltenhagenMecklenburg-VorpommernKurabgabe3,00 € pro Tag1,80 € pro Tag18. Mai 2026
BorkumNiedersachsenGästebeitrag4,80 € pro Nacht4,80 € pro Nacht21. November 2024
BraunlageNiedersachsenGästebeitrag3,05 € pro Nacht3,05 € pro Nacht28. Januar 2026
BüsumSchleswig-HolsteinKurabgabe4,00 € pro Tag2,80 € pro Tag6. November 2025
CarolinensielNiedersachsenGästebeitrag3,00 € pro Tag1,25 € pro Tag10. Dezember 2024
CuxhavenNiedersachsenGästebeitrag4,00 € pro Nacht2,80 € pro Nacht4. Dezember 2025
DahmeSchleswig-HolsteinKurabgabe3,50 € pro Tag2,00 € pro Tag11. Dezember 2025
DangastNiedersachsenGästebeitrag4,00 € pro Tag1,80 € pro Tag25. September 2025
FehmarnSchleswig-HolsteinKurabgabe2,30 € pro Nacht1,50 € pro Nacht4. Dezember 2024
FöhrSchleswig-HolsteinKurabgabe3,50 € pro Tag1,80 € pro Tag20. September 2024
FriedrichshafenBaden-WürttembergKurtaxe2,80 € pro Tag1,70 € pro Tag18. November 2024
FüssenBayernKurbeitrag3,00 € pro Tag3,00 € pro Tag21. November 2024
Garmisch-PartenkirchenBayernKurbeitrag3,00 € pro Tag3,00 € pro Tag17. Februar 2023
GöhrenMecklenburg-VorpommernKurabgabe3,37 € pro Tag2,54 € pro Tag28. Oktober 2024
Graal-MüritzMecklenburg-VorpommernKurabgabe2,80 € pro Tag2,80 € pro Tag3. Juni 2025
GrömitzSchleswig-HolsteinKurabgabe4,00 € pro Tag1,80 € pro Tag18. Dezember 2025
HeiligenhafenSchleswig-HolsteinKurabgabe3,00 € pro Tag1,80 € pro Tag1. Oktober 2024
HeringsdorfMecklenburg-VorpommernKurabgabe3,70 € pro Tag2,90 € pro Tag18. Dezember 2025
HiddenseeMecklenburg-VorpommernKurabgabe2,50 € pro Tag2,50 € pro Tag19. März 2025
HooksielNiedersachsenGästebeitrag3,20 € pro Nacht0,65 € pro Nacht9. Dezember 2025
JuistNiedersachsenGästebeitrag4,80 € pro Nacht0,00 € pro Nacht6. Dezember 2022
KellenhusenSchleswig-HolsteinKurabgabe3,50 € pro Tag2,00 € pro Tag2. Juli 2026
KoserowMecklenburg-VorpommernKurabgabe3,70 € pro Tag3,30 € pro Tag16. Dezember 2025
KühlungsbornMecklenburg-VorpommernKurabgabe3,00 € pro Tag1,60 € pro Tag9. November 2022
LangeoogNiedersachsenGästebeitrag4,95 € pro Tag1,40 € pro Tag27. November 2024
LindauBayernKurbeitrag3,30 € pro Tag2,20 € pro Tag22. Juli 2020
MittenwaldBayernKurbeitrag3,00 € pro Tag1,80 € pro Tag27. Januar 2022
NeuharlingersielNiedersachsenGästebeitrag3,50 € pro Tag1,50 € pro Tag10. Dezember 2024
NorddeichNiedersachsenGästebeitrag3,50 € pro Nacht1,80 € pro Nacht12. Dezember 2022
NorderneyNiedersachsenGästebeitrag4,90 € pro Tag3,10 € pro Tag2. Dezember 2025
OberstdorfBayernKurbeitrag4,70 € pro Tag4,15 € pro Tag9. September 2025
PrerowMecklenburg-VorpommernKurabgabe2,50 € pro Tag2,50 € pro Tag19. Dezember 2025
RerikMecklenburg-VorpommernKurabgabe2,00 € pro Tag0,75 € pro Tag30. Mai 2013
RuhpoldingBayernKurbeitrag2,90 € pro Tag2,90 € pro Tag8. Januar 2024
ScharbeutzSchleswig-HolsteinKurabgabe3,50 € pro Tag1,90 € pro Tag12. Dezember 2024
SellinMecklenburg-VorpommernKurabgabe3,37 € pro Tag2,54 € pro Tag5. November 2024
SpiekeroogNiedersachsenGästebeitrag5,50 € pro Tag2,20 € pro Tag20. März 2025
St. Peter-OrdingSchleswig-HolsteinKurabgabe4,00 € pro Tag3,00 € pro Tag22. Oktober 2024
SyltSchleswig-HolsteinKurabgabe4,10 € pro Tag1,50 € pro Tag24. Juli 2025
Timmendorfer StrandSchleswig-HolsteinKurabgabe3,50 € pro Tag2,00 € pro Tag31. März 2023
TravemündeSchleswig-HolsteinKurabgabe3,50 € pro Tag2,00 € pro Tag4. Mai 2026
WangeroogeNiedersachsenGästebeitrag4,90 € pro Nacht2,10 € pro Nacht4. November 2024
WarnemündeMecklenburg-VorpommernKurabgabe3,70 € pro Tag3,70 € pro Tag10. April 2025
ZingstMecklenburg-VorpommernKurabgabe3,00 € pro Tag3,00 € pro Tag10. Juli 2025
ZinnowitzMecklenburg-VorpommernKurabgabe3,70 € pro Tag3,30 € pro Tag19. November 2025

Woher die Zahlen stammen

Jeder Tarif auf diesen Seiten stammt aus der Satzung der Gemeinde oder von der Seite ihrer Kurverwaltung. Neben jeder Quelle steht das Datum, an dem wir sie zuletzt geprüft haben.

Nennt eine Satzung keinen Betrag, etwa für ein Bußgeld oder eine Jahreskurabgabe, dann steht das so auf der Seite. Sätze aus Vergleichsportalen oder Vermieterforen übernehmen wir nicht.

FAQ

Häufige Fragen

Was ist eine Kurtaxe?

Eine Abgabe, die Gäste in anerkannten Kur- und Erholungsorten pro Person und Tag oder Nacht zahlen. Die Gemeinde verwendet sie für Kureinrichtungen, Veranstaltungen und oft für den kostenlosen Nahverkehr.[1]

Wie hoch ist die Kurtaxe?

Das legt jede Gemeinde in ihrer Satzung fest, oft getrennt nach Haupt- und Nebensaison. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt für jeden Kurort den höchsten und den niedrigsten Satz für Erwachsene.

Wer führt die Kurtaxe bei einer Buchung über Airbnb ab?

Der Vermieter. Nach den Kommunalabgabengesetzen kann die Satzung jeden, der Personen beherbergt oder ihnen Wohnraum überlässt, zum Einziehen und Abführen verpflichten, und zwar unabhängig vom Buchungsweg.[3][4]

Ist die Kurtaxe dasselbe wie die Bettensteuer?

Nein. Die Kurtaxe schuldet der Gast, zudem ist sie zweckgebunden. Die Bettensteuer hingegen ist eine Aufwandsteuer, die der Beherbergungsbetrieb schuldet.[10]

Müssen Tagesgäste Kurtaxe zahlen?

Wenn die Satzung es vorsieht. Niedersachsen erlaubt das, soweit sich Tagesgäste mit vertretbarem Aufwand erfassen lassen, und auch Schleswig-Holstein lässt es zu. An Nord- und Ostsee geschieht das meist über eine Tageskarte am Strandzugang.[1][3]

Quellen

  1. § 10 NKAG, Gästebeiträge, Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (VORIS), geprüft am 23. September 2026amtliche Quelle
  2. § 3 NKAG, Steuern, Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (VORIS), geprüft am 23. September 2026amtliche Quelle
  3. § 10 KAG Schleswig-Holstein, Kur- und Tourismusabgaben, Landesrecht Schleswig-Holstein, geprüft am 23. September 2026amtliche Quelle
  4. § 11 KAG M-V, Kur- und Fremdenverkehrsabgaben, Landesrecht Mecklenburg-Vorpommern, geprüft am 23. September 2026amtliche Quelle
  5. Art. 7 KAG Bayern, Kurbeitrag, Bayerische Staatskanzlei, BAYERN.RECHT, geprüft am 23. September 2026amtliche Quelle
  6. Art. 3 KAG Bayern, Örtliche Verbrauch- und Aufwandsteuern, Bayerische Staatskanzlei, BAYERN.RECHT, geprüft am 21. September 2026amtliche Quelle
  7. § 43 KAG Baden-Württemberg, Kurtaxe, Landesrecht Baden-Württemberg, geprüft am 23. September 2026amtliche Quelle
  8. § 10 UStG, Bemessungsgrundlage, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, geprüft am 21. September 2026amtliche Quelle
  9. Umsatzsteuer-Anwendungserlass, Abschnitt 10.4 Durchlaufende Posten, Bundesministerium der Finanzen, geprüft am 21. September 2026amtliche Quelle
  10. Pressemitteilung Nr. 40/2022 zur Übernachtungsteuer, Beschluss vom 22.03.2022, Bundesverfassungsgericht, geprüft am 21. September 2026amtliche Quelle

Diese Seiten sind keine Rechts- oder Steuerberatung. Gemeinden ändern ihre Satzungen meist zum Jahreswechsel: Maßgeblich ist die Fassung, die Ihre Gemeinde veröffentlicht.

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